Die Heidelberger Sinfoniker

Gegründet 1985 von Thomas Fey und StudentInnen ursprünglich als Schlierbacher Kammerorchester gibt es die Heidelberger Sinfoniker nun schon seit 1994.
2024 feiert das Orchester sein 30jähriges Jubiläum.
Inhaltlich ist das Orchester sich von damals bis heute treu geblieben: ein unverwechselbarer Klang, höchste Präzision, mitreißende Spielfreude in Verbindung mit historisch informierter Aufführungspraxis und emotionaler Musikalität. Dieser Interpretationsansatz, den Thomas Fey mit den Gründungsmitgliedern verfolgte, entscheidend geprägt von einer intensiven Schulung bei Nikolaus Harnoncourt, ist zum Markenzeichen der Heidelberger Sinfoniker geworden.
Mit Schwerpunkt Wiener Klassik und frühe deutsche Romantik werden sie von der internationalen Kritik zu den führenden historisch-orientierten Klangkörpern der Gegenwart gezählt.

2014 musste Thomas Fey sich aufgrund der Folgen eines Unfalls aus der Musikwelt zurückziehen.
Seine enthusiastische Art des Musizierens wird für das Orchester immer eine große Inspirationsquelle bleiben.
Seit 2020/2021 ist Johannes Klumpp künstlerischer Leiter der Heidelberger Sinfoniker. Darüber hinaus arbeitet das Orchester auch weiterhin sehr gerne mit Gastdirigenten, wie in den letzten Jahren z. B. mit Michael Hofstetter, Josep Caballé Domenech, Sebastian Tewinkel u.a.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Solisten wie Fazil Say, Martin Stadtfeld, Haiou Zhang, Ragna Schirmer, Carolin Widmann, Reinhold Friedrich, Rudolf Buchbinder, Nelson Freire, Cyprien Catsaris, Geritt Zitterbart, Bernd Glemser, Thomas Zehetmair, Giuliano Carmignola, Christoph Pregardien, Robert Neumann, Alexander Janiczek, Wilhelm Bruns, Simon Höfele u. a. ergänzen das Spektrum des Orchesters.
Tourneen führten die Heidelberger Sinfoniker in viele Länder Europas, ebenfalls nach Südamerika und nach Japan.

Besonders durch ihre mehr als 60 CD-Aufnahmen, vor allem für das Label hänssler Classic, haben die Heidelberger Sinfoniker für Aufsehen erregt – etliche Aufnahmen erhielten internationale Auszeichnungen, darunter auch die Nominierungen für Cannes Classical Award 2003 sowie für den International Classical Music Award 2011. Auch die Fachpresse feiert in seltener Einmütigkeit die ebenso vitalen wie ungewöhnlichen Interpretationen des Orchesters.
Inzwischen ist die Gesamteinspielung aller Haydn-Sinfonien, seit Vol. 26 unter der Leitung von Johannes Klumpp, beendet: Die Gesamtedition erscheint bei dem Label hänsslerCLASSIC zum 30. Jubiläum der Heidelberger Sinfoniker im Jahr 2024.

Die Musiker


Die Mitglieder der Heidelberger Sinfoniker sind freie Musiker und vielfältig beschäftigt. Viele von ihnen wirken in anderen bedeutenden Ensembles mit, häufig in Ensembles für Alte Musik, treten als Solisten auf oder spielen in Kammermusikformationen. Einige geben ihr Können auch als Pädagogen weiter. 

Erfahrungen in der historischer Aufführungspraxis haben die meisten von ihnen auch außerhalb der Heidelberger Sinfoniker gesammelt, und etliche spielen ihre Instrumente nicht nur in der modernen Bauweise, sondern auch als historische Originalinstrumente. Hierfür sind Blechbläser und Pauker des Orchesters sogar Spezialisten, denn diese Instrumente sind bei den Heidelberger Sinfonikern mit Originalinstrumenten besetzt.

Manche langjährige Mitglieder haben neben ihrer Position im Klangkörper noch weitere Funktionen im Orchester, denn die Heidelberger Sinfoniker verwalten sich nahezu vollständig selbst.

Musiker der Heidelberger Sinfoniker

Violine

Viola

  • Annette Hartmann (Solo-Bratsche)
  • Thomas Gerlinger
  • Yuichi Yazaki

Violoncello

Kontrabass

Flöte

Oboe

Klarinette

Fagott

  • Carl von Houwald (Solo-Fagott)

Horn

Trompete

  • Michael Maisch (Solo-Trompete)

Pauke

  • Peter Hartmann

 

CD-Einspielungen

Ihre CD- Einspielungen sind ein wichtiger Bestandteil der musikalischen Arbeit der Heidelberger Sinfoniker. Schon die ersten Aufnahmen, die 1996 auf den internationalen Tonträgermarkt kamen, fanden begeisterte Resonanz bei Klassikfreunden und der Fachpresse in aller Welt. Bis heute haben die Heidelberger Sinfoniker über 60 CDs eingespielt, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden. Die meisten Aufnahmen sind bei hänssler CLASSIC erschienen.
Im CD-Shop finden Sie alle Kritiken bei den jeweiligen Einspielungen unter „Details sehen".

Die Gesamteinspielung der Haydn-Sinfonien

Im Frühjahr 2023 wurden die letzten noch fehlenden Sinfonien von Joseph Haydn eingespielt, die Volumes 33-35. Damit ist die Gesamteinspielung aller Sinfonien von Haydn vollendet!
Die Gesamtveröffentlichung der Volumes 1-35 durch hänssler CLASSIC erfolgt Ende 2024.
Alle CDs bis Volume 27 sind auch einzeln erhältlich, die Volumes 28-31 und die Volumes 32-35 sind jeweils in Viererboxen zusammengefasst.

Der Mendelssohn-Zyklus

2009, anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten, war der Mendelssohn-Zyklus der Heidelberger Sinfoniker vollendet. Mendelssohns fünf Sinfonien und sämtliche frühe Streichersinfonien sind auf sechs CDs erschienen. Die CD Vol. 6 aus diesem Zyklus mit der Sinfonie Nr. 2 »Lobgesang« erhielt eine Nominierung für den »International Classical Music Award«. (Eleonore Marguerre und Ulrike Strömstedt, Sopran, Markus Schäfer, Tenor, Deutscher Kammerchor).

Weitere CDs

Werke von Antonio Salieri (mehrere Ersteinspielungen), Ludwig van Beethoven (Sinfonien Nr. 1., 2., 4. und 6), Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Johann Strauss, Georg Friedrich Händel, Carl Stamitz, Antonio Vivaldi, Mitschnitte unserer Neujahrskonzerte... Sie werden sicherlich etwas für sich entdecken!

Zum CD-Shop

 

Mannheimer Mozartorchester

Das Mannheimer Mozartorchester ist ein Projekt der Heidelberger Sinfoniker und wurde im Hinblick auf das Mozart-Jubiläum 2006 von Thomas Fey gegründet.

Nachdem es zwei CDs mit Sinfonien und Hornkonzerten Mozarts eingespielt hatte, gab es sein umjubeltes Konzert-Debüt am 250. Geburtstag des Komponisten im Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens.

Das Orchester spezialisiert sich in erster Linie auf die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, aber auch auf die Mannheimer Schule, die einstige musikalische Avantgarde Europas, die den jungen Mozart während seiner Mannheim-Aufenthalte gleichermaßen beeindruckte und beeinflusste. Eine zunehmend bedeutende Rolle im Repertoire des Orchesters spielt die Wiederentdeckung musikalischer Raritäten aus Mozarts Zeit.

Das Mannheimer Mozartorchester entwickelt seine Interpretationen wie die Heidelberger Sinfoniker im Wissen um die historische Aufführungspraxis mit modernem Instrumentarium, die Blechbläser und Pauken spielen auf Originalinstrumenten.

So sorgte das Mannheimer Mozartorchester international für Furore mit seiner im Frühjahr 2008 erschienenen ersten Salieri-CD: Weltersteinspielungen von Ouvertüren und Ballettmusik, für die der Komponist und Salieri-Forscher Timo Jouko Herrmann eigens Partituren und Aufführungsmaterial aus Salieris Autographen fertigte. Noch euphorischer begrüßte die Musikwelt die zweite Salieri-CD mit Ouvertüren und Bühnenmusik. Sie erhielt in der Kategorie „Best Orchestral Performance" eine Nominierung für den Grammy Award, die weltweit bedeutendste Auszeichnung der Musikbranche, vergleichbar mit dem Oscar der Filmindustrie.

Das Mannheimer Mozartorchester ist ein privatwirtschaftlich organisierter gemeinnütziger Verein, der sich fast ausschließlich durch selbst veranstaltete Konzerte, Gastspiele, CD-Vertrieb, Sponsoring und Spenden finanziert. Die freiberuflichen Musikerinnen und Musiker des Orchesters treffen sich projektbezogen zu Proben, Konzerten und Audio-Produktionen. Das Orchester hat keine Haushaltsstelle bei der Stadt Mannheim.

Alle CDs des Mannheimer Mozartorchesters sind erhältlich im CD-Shop